Die 73 angetretenen Schwinger zeigten den 1000 Zuschauern am Niklausschwinget in der Dietiker Stadthalle spannende Zweikämpfe. Mit dem amtierenden Schwingerkönig Armon Orlik siegte der grosse Favorit überlegen. Stefan Zemp vom Schwingklub Glatt- und Limmattal verpasste die Auszeichnung nur knapp. Der Bündner, der sich kurzfristig für eine Teilnahme am Niklausschwinget entschied, war in allen Belangen überlegen, so dass er bereits nach fünf Gängen uneinholbar an der Spitze lag und ausgeschwungen werden musste. Roman Wittenwiler zog mit einem Sieg im sechsten Gang gegen Noé Girard in den Schlussgang ein. Im Kampf um den Tagessieg liess Orlik nichts mehr anbrennen. Nach 3:07 Minuten siegte der Schwingerkönig mit Kurz und konnte nach 2016 den zweiten Sieg am Niklausschwinget feiern.

Vorentscheidend für Orlik war der Sieg im ersten Gang gegen den zweiten Eidgenossen im Teilnehmerfeld, Nick Alpiger. Die restlichen Siege gegen Flavio Sutter, Niklaus Scherer, Christoph Baeriswyl und im fünften Gang und im Schlussgang gegen Wittenwiler zeigten, dass Orlik bei seinem ersten Schwingfest nach dem Schwingerkönigstitel trotz vielen Medienterminen in Topform ist.

Zürcher Schwinger erkämpften sich sieben Auszeichnungen
Bester Zürcher Schwinger wurde Christian Lanter im achten Rang. Dem Winterthurer gelang im dritten Gang die Überraschung des Tages, indem er den Mitfavoriten Nick Alpiger besiegte. Ebenfalls auf Rang acht kamen Fabio Eicher und Sandro Naef. Remo Lusti und Jano Müller belegten den neunten Rang, während Cédric Galli und Kevin Rusterholz die Auszeichnung im zehnten Rang erkämpften.

Sieben Aktivschwinger vom Schwingklub Glatt- und Limmattal am Start
Vom organisierenden Schwingklub Glatt- und Limmattal stiegen sieben Aktivschwinger ins Sägemehl. Mit Stefan Zemp verpasste der Beste seines Teams die Auszeichnungen nur um einen halben Punkt. Der Hüttiker startete mit zwei Niederlagen nicht wunschgemäss, holte anschliessend aber mit drei Siegen in Folge mächtig auf. Im letzten Kampf musste Zemp die Punkte seinem Gegner überlassen. Schlussendlich fehltem ihm die nötigen Maximalnoten für die Auszeichnung.
Als zweitbester Glatt- und Limmattaler belegte Stefan’s jüngerer Bruder, Fabian Zemp, den 17. Rang. Im Ausstich holte er sich verdientermassen zwei Siege. Nicht richtig auf Touren kam der Schlieremer Luca Pallaoro. In der Endabrechnung standen ein Sieg, drei Gestellte und zwei Niederlagen auf seinem Konto. Gleich hinter Pallaoro platzierten sich Anton Dejung aus Niederwenigen, Andreas Burn aus Zürich, der sein erstes Schwingfest bestritt und Auke Fennemann aus Elsau. Sven Jenny aus Weiningen musste den Wettkampf nach vier Gängen aufgeben.

Erstmals Nachwuchsschwinger am Start
Zum ersten Mal in der Geschichte des Niklausschwingets waren auch Nachwuchsschwinger der Jahrgänge 2010/2011 aus dem Kanton Zürich am Start. In der Endabrechnung schwang Ivan Adam (Grüningen) obenaus. Obwohl er den Schlussgang gegen Alexander Würmli (Bäretswil) verlor, blieb er an der Ranglistenspitze, da er sich in den vorgängigen fünf Kämpfen einen grossen Punktevorsprung erarbeitete.
Die Glatt- und Limmattaler Farben bei den Nachwuchsschwingern wurden durch Sven Haug aus Weiningen und Leonardo Huber aus Bergdietikon vertreten. Die Beiden kämpften trotz der starken Konkurrenz gut und klassierten sich in der Rangliste im Mittelfeld.